Bettina Hornhues, CDU Kandidatin für die Wahl zur Bremischen Bürgerschaft

Die Stadt Bremerhaven muss sich zum Mehrgenerationshaus bekennen

Bettina Hornhues appelliert an die Stadt Bremerhaven, das von der Schließung bedrohte Haus Weitblick zu unterstützen

26.05.2016, 14:37 Uhr

Die CDU Bundestagsabgeordnete Bettina Hornhues besuchte am Donnerstag im Rahmen ihrer Wahlkreisarbeit das Mehrgenerationshaus in Bremerhaven, welches von der Schließung bedroht ist. „Es ist unbegreiflich, dass die Stadt Bremerhaven die Kofinanzierung für das Mehrgenerationshaus verweigert. Das Haus Weitblick leistet seit 10 Jahren wichtige und erfolgreiche Arbeit in Bremerhaven. Eine Schließung des Hauses würde die Erfolge nun wieder zu Nichte machen“, so die Abgeordnete.

Bereits seit 2007 ist das Haus in Bremerhaven Bestandteil des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Zurzeit läuft die Bewerbungsphase für den Förderzeitraum 2017-2020. Um an dem Programm teilnehmen zu können, muss Bremerhaven bis zum 28. Mai 2016 eine vorläufige Absichtserklärung über die Kofinazierung von 10.000 Euro einreichen. Die eigentliche Zusage über die Unterstützung muss bis zum 31.10.2016 vorliegen.

Für Hornhues ist klar, dass die Zeit dennoch knapp ist: „Es ist fünf vor zwölf. Die Absichtserklärung der Kofinazierung muss bis zum 28. Mai erfolgt sein. Besonders nach meinem heutigen Besuch und den intensiven Gesprächen vor Ort, appelliere ich an den Sozialdezernenten Rosche, seine Entscheidung  hinsichtlich der Förderung zu überdenken. Die Summe von 10.000 Euro ist jedes Jahr fest im Bremerhavener Haushalt eingestellt.“

Der Sozialdezernent hat den Verantwortlichen des Mehrgenerationshauses bereits eine Absage für die Finanzierung erteilt.  

Bremerhaven ist als Kommune auf die Unterstützung des Bundes angewiesen. Das Angebot, welches das Bundesministerium durch seine Förderungszusage macht, darf nicht leichtfertig ausgeschlagen werden. „Der für das Thema zuständige Bundestagskollege hat mir versichert, dass ein solcher Fall für ihn neu ist. Eine Kommune, die einem erfolgreichen Mehrgenerationshaus die Unterstützung verweigert, ist also eine traurige Seltenheit“, so Hornhues.