Jung und Alt gesellt sich gern

Familienpolitikerin Bettina Hornhues möchte das Projekt „Generationsbrücke Deutschland“ auch in Bremen und Bremerhaven etablieren

31.03.2016, 17:08 Uhr

Die Bundestagsabgeordnete und Familienpolitikerin Bettina Hornhues (CDU) wirbt für das Projekt „Generationsbrücke Deutschland“. Dieses bringt Kindergarten- und Grundschulkinder mit Bewohnern von Altenpflegeeinrichtungen zusammen. Über einen Zeitraum von mindestens einem Schuljahr kooperiert jeweils eine Kindertagesstätte oder Grundschule mit einer Einrichtung der Altenhilfe. 

Die Kinder werden zunächst auf altersgerechte Art und Weise durch Projektkoordinatoren der Generationsbrücke Deutschland auf den Kontakt mit den Senioren vorbereitet. Ab diesem Zeitpunkt werden diese regelmäßig von einer Gruppe von acht bis zwölf Kindern besucht. Dies kann im monatlichen oder vierzehntägigen Rhythmus geschehen. Jedem Kind ist dabei dauerhaft ein bestimmter Bewohner zugeordnet. Gemeinsam wird gebastelt, gemalt, gesungen, getanzt und gespielt. Ein regelmäßiges Begrüßungs- und Abschiedsritual ist ebenfalls fester Bestandteil der Besuche.

Auch in Bremen und Bremerhaven könnten beide Generationen von diesem Konzept profitieren, betont Hornhues. „Interessierte Einrichtungen können sich direkt auf der Internetseite der Generationsbrücke Deutschland (www.generationsbrücke-deutschland.de) informieren. Dort finden sie auch Informationen zur Anmeldung. Alle Verantwortlichen werden im Zuge einer Fortbildung intensiv auf die Aufgabe vorbereitet. Aber auch bei der Umsetzung der einzelnen Schritte wird niemand allein gelassen, sondern auf Wunsch umfassend und professionell unterstützt.“

Das Ziel des Bundesfamilienministeriums ist es, die Zahl der sich beteiligenden Einrichtungen deutlich zu erhöhen und die regelmäßigen Besuche dauerhaft im gesamten Bundesgebiet zu etablieren. Dafür stellt es ab dem 1. März 2016 für vorerst drei Jahre eine Bundesförderung zur Verfügung. Der Deutsche Caritasverband und die BMW-Stiftung Herbert Quandt beteiligen sich ebenfalls an der Finanzierungsmaßnahme.

Die Begegnungen von Jung und Alt seien eine Bereicherung für beide Seiten, erklärt die CDU-Politikerin, die als Mitglied des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Förderung und Verbreitung des generationenübergreifenden Ansatzes ausdrücklich begrüßt. „Die gemeinsamen Aktivitäten stellen eine willkommene Abwechslung im Alltag der pflegebedürftigen Menschen dar. Das Miteinander kann dabei mitunter eine gewisse sinnstiftende Wirkung entfalten. Die jungen Besucher können auf diese Weise nicht nur von den Erfahrungen, sondern auch von der Fürsorglichkeit und menschlichen Wärme der Senioren profitieren. Eine Erfahrung, die vor allem für Kinder aus schwierigen Familienverhältnissen einen positiven Ausgleich zu ihren bisherigen zwischenmenschlichen Erfahrungen schaffen kann. Ganz nebenbei setzen sich die jungen Menschen darüber hinaus mit dem Alterungsprozess, seinen Begleiterscheinungen und mit der Endlichkeit des Lebens auseinander.“

Die Generationsbrücke Deutschland, die sich unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Tagesthemen-Sprechers Tom Buhrow und seiner Ehefrau Sabine Stamer in Trägerschaft der Katholischen Stiftung Marienheim Aachen-Brand befindet, ist derzeit in acht Bundesländern aktiv und ermöglicht dort die Zusammenarbeit von 83 Kooperationspartnern.